Anzeichen für Sturmschäden: Ein Leitfaden von Baumpflege Bittner
Nach einer Sturmnacht liegen Äste auf Straßen und Gehwegen, doch am Baum selbst scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein. Für Eigentümer und Hausverwaltungen ist dann oft schwer einzuschätzen, ob tatsächlich Gefahr besteht. Risse, Veränderungen im Wurzelbereich oder abgebrochene Kronenteile können Warnzeichen sein – bedeuten aber nicht automatisch, dass ein Baum gefällt werden muss. Fachleute der Baumpflege Bittner GmbH aus Berlin erklären, worauf nach einem Unwetter zu achten ist und wann eine professionelle Baumkontrolle sinnvoll wird.
Nach dem Sturm: Diese Warnzeichen sollte man ernst nehmen
Nicht jeder Sturmschaden ist sofort sichtbar. Warnzeichen sind neue Risse am Stamm oder an Astgabeln, abgebrochene oder lose Äste, schief stehende Kronenteile sowie Veränderungen im Wurzelbereich. Hebt sich der Boden sichtbar an oder sind frische Wurzelschäden erkennbar, sollte der Bereich vorsichtshalber gemieden werden. Auch Pilzfruchtkörper, Höhlungen oder viel Totholz können für die Beurteilung relevant sein. Die Baumpflege Bittner GmbH aus Berlin prüft bei Baumkontrollen deshalb nicht nur einzelne Schäden, sondern den Gesamtzustand des Baums und sein Umfeld.
Trockenheit kann Bäume schon vor dem Sturm schwächen
Bei der Beurteilung eines Sturmschadens spielt nicht nur das aktuelle Wetterereignis eine Rolle. Gerade Stadtbäume stehen häufig bereits vorher unter Belastung. Lange Hitze- und Trockenperioden können ihre Vitalität beeinträchtigen. Hinzu kommen typische Probleme urbaner Standorte wie verdichtete Böden, versiegelte Flächen und ein begrenzter Wurzelraum. Treffen starke Windböen auf einen bereits geschwächten oder vorgeschädigten Baum, können Schäden leichter sichtbar werden. Deshalb lohnt sich bei einer professionellen Baumkontrolle auch ein Blick auf die Vorgeschichte. Gibt es ältere Verletzungen? Wurde die Krone bereits stark zurückgeschnitten? Sind Pilzbefall oder Höhlungen bekannt? Hat sich der Zustand seit der letzten Kontrolle verändert? Gerade diese Informationen helfen dabei, einen frischen Sturmschaden richtig einzuordnen.
Wann sollte ein Fachmann den Baum kontrollieren?
Nach einem kräftigen Sturm muss nicht jeder Baum automatisch untersucht werden. Bei sichtbaren Veränderungen oder Schäden in der Nähe von Wegen, Gebäuden, Parkplätzen oder Spielbereichen ist eine fachliche Kontrolle jedoch sinnvoll. Die Baumpflege Bittner GmbH orientiert sich dabei an den FLL-Baumkontrollrichtlinien, die unter anderem Ablauf und Umfang solcher Kontrollen beschreiben. Geschäftsführer Timo Bittner ist unter anderem FLL-zertifizierter Baumkontrolleur und Fachagrarwirt für Baumpflege und Baumsanierung. Reicht die Sichtkontrolle nicht aus, können weitergehende Untersuchungen notwendig werden.
Sturmschaden bedeutet nicht automatisch Baumfällung
Ein beschädigter Ast oder eine auffällige Stelle am Stamm führen nicht zwangsläufig dazu, dass der komplette Baum entfernt werden muss. Je nach Befund können bereits gezielte Maßnahmen ausreichen. Dazu gehören etwa die Entfernung von Totholz oder beschädigten Ästen, ein fachgerechter Kronenschnitt oder die Sicherung gefährdeter Kronenteile mit einem Kronensicherungssystem. Solche Systeme können beispielsweise bei bestimmten problematischen Astgabeln eingesetzt werden. Ob eine Kronensicherung sinnvoll ist, muss allerdings immer am einzelnen Baum entschieden werden. Auch ein kürzeres Kontrollintervall kann eine Option sein: Der Baum bleibt erhalten, sein Zustand wird aber engmaschiger beobachtet. Umgekehrt gibt es Situationen, in denen eine Fällung aus Sicherheitsgründen notwendig werden kann. Entscheidend ist deshalb nicht der grundsätzliche Wunsch, einen Baum um jeden Preis zu erhalten, sondern eine nachvollziehbare Abwägung zwischen Baumerhalt und Verkehrssicherheit.
Warum radikale Kappungen problematisch sein können
Manche Baumeigentümer gehen davon aus, dass sich ein gefährlich wirkender Baum am einfachsten sichern lässt, indem große Teile seiner Krone entfernt werden. Fachlich kann ein solcher radikaler Eingriff jedoch neue Probleme verursachen. Bei einer Kappung entstehen große Schnittflächen. Von diesen Stellen aus können sich Fäulen entwickeln. Gleichzeitig reagieren manche Bäume mit zahlreichen neuen Trieben. Deren Anbindung kann langfristig problematischer sein als die der ursprünglich gewachsenen Äste. Ein fachgerechter Schnitt unterscheidet sich deshalb deutlich von einem pauschalen starken Einkürzen der gesamten Krone. Wer nach einem Sturm einen Betrieb beauftragt, sollte sich erklären lassen, warum eine bestimmte Maßnahme empfohlen wird und welche Alternativen geprüft wurden.
Vorsicht bei schnellen Fällangeboten nach einem Sturm
Gerade unmittelbar nach schweren Unwettern ist die Nachfrage nach Baumarbeiten hoch. Für Eigentümer kann es dann schwierig sein, qualifizierte Fachbetriebe von kurzfristig auftretenden Anbietern zu unterscheiden. Ein erstes Warnzeichen ist, wenn bereits zur Fällung geraten wird, bevor der Baum überhaupt ausreichend begutachtet wurde. Auch fehlende Qualifikationsnachweise, unklare Angaben zum Versicherungsschutz oder offensichtlich mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen auf der Baustelle sollten skeptisch machen. Bei Arbeiten mit Motorsäge oder Seilklettertechnik gehören geeignete persönliche Schutzausrüstung und eine sichere Absperrung des Arbeitsbereichs zur professionellen Durchführung. Zusätzliche Orientierung können anerkannte Qualifikationen und Gütezeichen geben. Die Baumpflege Bittner GmbH wird von der RAL Gütegemeinschaft Baumpflege für die Bereiche Baumpflanzung, Baumpflege, Baumfällung und Baumkontrolle geführt und ist dort auch als qualifizierter Schulungsbetrieb gelistet. Das Unternehmen weist außerdem ein geprüftes Arbeitsschutz-Management-System aus.
Im Zweifel Abstand halten
Für Laien gibt es nach einem Sturm eine besonders wichtige Regel: Nicht selbst unter einen offensichtlich beschädigten Baum steigen, um den Schaden genauer anzusehen. Hängen größere Äste lose in der Krone, hat sich der Baum sichtbar geneigt oder hebt sich der Wurzelbereich, sollte zunächst ausreichend Abstand gehalten und der gefährdete Bereich nach Möglichkeit abgesichert werden. Eine professionelle Kontrolle kann anschließend klären, ob tatsächlich ein akutes Sicherheitsrisiko besteht und welche Maßnahme erforderlich ist. Denn nach einem Sturm ist weder Panik noch vorschnelles Fällen die beste Lösung. Entscheidend ist zunächst die Frage: Was hat sich am Baum verändert – und wie relevant ist dieser Schaden tatsächlich für seine Sicherheit?
Weitere Informationen zu Baumkontrollen, Gutachten und Sturmschäden in Berlin und Brandenburg gibt es unter www.bittner-berlin.de.
