Der Stromverbrauch der KI-Rechenzentren in den USA sprengt sämtliche Kapazitäten
Die wachsende digitale Infrastruktur in Amerika verbraucht mittlerweile so viel Strom, dass das Stromnetz und dessen Versorgung weit hinterherhinkt - was zu einem echten Problem geworden ist. Das geht so weit, dass die USA sogar Rechenzentren abschalten wollen, weil nicht genügend Strom zur Verfügung steht. Jetzt ist guter Rat teuer, denn mögliche Stromausfälle könnten den KI-Boom erheblich bremsen. Ein Unternehmen aus Austin in Texas, Everdane Technologies, Inc., hat nun mit den Planungen begonnen, reichlich vorhandenes Erdgas in Strom umzuwandeln und das Energiedefizit systematisch auszugleichen.
Der KI-Hype bringt Stromproduktion an ihre Grenzen
Im Zuge des KI-Hypes gehen immer mehr neue Rechenzentren ans Netz. Aber es gibt nicht genügend Energie für alle. Ein einziges modernes Rechenzentrum verbraucht so viel Strom wie 80.000 Haushalte. Multipliziert man diese Faktoren mit der Vielzahl neuer Standorte, ergibt sich ein Energiebedarf, den das US-Stromnetz nur schwer decken kann. Für die Technologiebranche bedeutet dies, dass das größte Wachstumshemmnis nicht Kapitalmangel, regulatorische Hürden oder ein Mangel an Fachkräften ist – sondern vielmehr ein Aspekt, der bislang als selbstverständlich galt: elektrische Energie.
Der Preis der Digitalisierung im 21. Jahrhundert ist, dass Energie zum wichtigsten Standortfaktor wird. Wo Energie verfügbar ist, wird die Digitalisierung hingehen.
Bis vor wenigen Jahren war klar, dass Tech-Hubs durch Netzdichte, talentierte Fachkräfte und Zugang zu Kapital gekennzeichnet waren. Seit 2025 ist jedoch ein neuer Faktor in den Vordergrund getreten – die Verfügbarkeit von Energie. Die Branche reagiert darauf wie folgt: Es entstehen KI-Kraftwerke, private Energieparks für künstliche Intelligenz werden entwickelt, und die Stromerzeugung für Rechenzentren wird im Rahmen von „Energy-as-a-Service“ bereitgestellt.
Nur wer sich die Energie sichert, wird zur neuen Weltmacht im Bereich KI
Everdane Technologies, Inc. mit Sitz in Austin, Texas, kann als Pionier im Bereich privater Energiecampus-Projekte angesehen werden und strebt eine Verbindung zwischen traditioneller Gasförderung und modernen Technologien an. Das Managementteam von Everdane verfügt über umfangreiche Erfahrung im Öl- und Gassektor, was einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gewährleistet. Erdgas ist reichlich vorhanden; der Schlüssel liegt im Zugang zu den kostengünstigsten Ressourcen auf dem Markt – wobei kostenloses Erdgas als die kosteneffizienteste Option gilt. Diese Ressource bildet die grundlegende Basis für die Entwicklungsstrategie von Everdane. Nach der Kernenergie gilt Erdgas als die kostengünstigste Quelle zur Stromerzeugung. Bislang spielte Erdgas als Nebenprodukt der Ölindustrie nur eine untergeordnete Rolle. Everdane Technologies verfolgt einen innovativen Ansatz und konzentriert sich ausschließlich auf unerschlossene Alternativen. Der CEO, Kelly Hoffman, verfügt über fünf Jahrzehnte Erfahrung im Öl- und Gassektor. Denn um kostengünstiges Erdgas zu finden, zu erwerben und zu erschließen, ist fundiertes Fachwissen erforderlich. Seit Januar 2025 ist das Abfackeln von Erdgas in Texas sowie in vielen Teilen der USA verboten; stattdessen müssen Pipelines gebaut werden oder das Gas muss mit einer begrenzten Genehmigung in die Atmosphäre abgelassen werden, was möglicherweise erhebliche Umweltgebühren nach sich zieht. Beide Alternativen sind mit erheblichen Kosten verbunden. Everdane Technologies plant, das Gas vor Ort abzunehmen und in Strom umzuwandeln. Somit könnten die vielen neu entstandenen Datacentren erhebliche Einsparungen erzielen.
Der Weg zum Gas ist einfach: In den Vereinigten Staaten gibt es zahlreiche alte und stillgelegte Gasquellen. Ist ein Betreiber nicht in der Lage, stillgelegte Bohrlöcher zu verschließen, müssen diese auf Kosten der Steuerzahler stillgelegt werden. Im Anschluss an diese Maßnahme kann Everdane neue Gasbohrlöcher bohren, bestehende Bohrlöcher erwerben, alte Bohrlöcher sanieren und stillgelegte Gasbohrlöcher zu geringen oder gar keinen Kosten in Besitz nehmen. Die potenziellen Einsparungen an Steuergeldern und die gleichzeitige Schaffung von Arbeitsplätzen könnten einen erheblichen politischen Aufschwung bewirken. Darüber hinaus plant das Unternehmen die Erschließung von Gasfeldern, die aufgrund ihrer geografischen Lage praktisch wertlos sein könnten. In vielen Fällen eignen sich diese Felder besonders gut für die Entwicklung von Kleinkraftwerken und Rechenzentren.
